Niedrigenergie- und Passivhaus

Der größte Teil des Energieverbrauches in Deutschland wird für die Beheizung von Gebäuden benötigt. Wegen der immer weiter steigenden Preise für unsere Versorgungsenergie (Gas, Öl, etc.) ist gerade in der heutigen Zeit Energie sparen besonders wichtig geworden. Einerseits aus umweltbewussten Gründen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes und andererseits aus finanziellen Gründen zur Minimierung der eigenen monatlichen Heizkosten.

Wer heute sein neues Haus plant oder sein bestehendes verbessern möchte, sollte auf jeden Fall den Energiefaktor berücksichtigen.

Ansonsten ergeben sich hohe monatliche Energiekosten, die mit Hilfe von guten und durchdachten Planungen nicht notwendig sind.

Bei dem 3-Liter-Haus werden beim Energieverbrauch jährlich ca. 3 Liter Heizöl oder 3 m³ Erdgas oder 30 kWh Wärmepumpen - Heizleistung benötigt.

Bei den Niedrigenergiehäusern liegen diese Verbrauchswerte grundsätzlich erheblich unter den Energiewerten eines herkömmlichen Hauses.

Wir planen und wir bauen ihr Haus unter Berücksichtigung aller energierelevanten Möglichkeiten. Einerseits sorgen wir bei der Gebäudehülle (zum Beispiel bei den Außenwänden, Fenstern, Türen, Dächern etc.) für eine hochwertige Dämmung und zum anderen bieten wir Ihnen bei der immer wichtiger werdenden Versorgungstechnik (zum Beispiel für Beheizung und für Warmwasserbereitung) die unterschiedlichsten Möglichkeiten für das Energie sparen an:

Neben einer modernen Gas-Brennwert-Technik für die Heizungsanlage kann eine Solaranlage als Kernstück für die Warmwasserversorgung vorgesehen werden. Optimal abgerundet wird diese Anlagentechnik mit einem Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Hierdurch wird sichergestellt, dass die heute sehr luftdichten Gebäude kontrolliert be- und entlüftet werden. Mit einer einfachen Bedienung erreichen Sie neben einer optimalen Luftqualität und der Sicherheit vor Feuchteschäden eine wohltuende Wohnqualität.

Bei der Heizungsanlage können und sollten Sie jedoch versuchen, sich von den Energieträgern Gas, Öl etc. unabhängig zu machen. Alternativ zur Gas-Brennwert-Technik ist der Einbau einer Wärmepumpe möglich.

Was ist eine Wärmepumpe? Wie funktioniert sie?

Die Wärmepumpe begegnet uns täglich. Der Gang in Ihre Küche wird Ihre Fragen schnell beantworten – denn Ihr Kühlschrank ist nichts anderes als eine Wärmepumpe. Wärme aus dem Innenraum des Kühlschranks wird nach außen „gepumpt“. Technischer formuliert: Dem Innenraum wird Wärme entzogen, die auf der Rückseite des Kühlschranks, mit einem höheren Temperaturniveau, an die Umgebungsluft wieder abgegeben wird.

Der Kühlschrank entzieht dem Innenraum Wärme, die Wärmepumpe der Umwelt! Dafür eignen sich zum Beispiel die Luft, das Wasser, aber auch das Erdreich hervorragend. Die Wärme, die der Umwelt entzogen wird, bringt die Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau und gibt sie im Haus wieder ab, zum Beispiel an den Heizungskreis, an einen Warmwasserspeicher, oder an die Luft zur Erwärmung der Raumluft.

Man kann als mit Umweltwärme, die sich ständig wieder natürlich erneuert, heizen, baden oder warme Luft erzeugen.


Finanzierungsmöglichkeiten mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau

Die KfW Förderbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert im Zuge des KfW-Programms „Ökologisch Bauen“ den Neubau von Niedrigenergie-bzw Energiesparhäusern wie KfW-Energiesparhäusern 40, Passivhäusern und KfW-Energiesparhäusern 60. Dieses Förderprogramm ist eine interessante Ergänzung zum klassischen Bankdarlehn. Wir veranlassen auf Wunsch alle notwendigen Schritte für Sie, mit diesem Programm der KfW ein zinsgünstiges und langfristiges Darlehen für die Errichtung eines entsprechenden Niedrigenergiehauses zu erhalten.

Der Bauherr erhält langfristige, zinsgünstige Darlehen mit Festzinssätzen und tilgungsfreien Anlaufjahren. Der Finanzieungshöchstbetrag pro Wohneinheit beträgt zur Zeit 50.000 EURO, jedoch maximal 100 % der förderfähigen Kosten. Der effektive Zinssatz liegt je nach Laufzeit und Baustandard zwischen 0,9 % und 2,65 %. Zusätzlich können aus dem KfW-Förderprogramm „Eigentum schaffen“ weitere zinsgünstige Dalehen ergänzt werden.

Details hierzu sind der Internet-Seite www.kfw.de zu entnehmen.

Die Randbedingungen für die Energiesparhäuser sind im einzelnen:


KfW-Energiesparhaus 60

Voraussetzung für eine Förderung als KfW-Energiesparhaus 60 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf QP nicht mehr als 60 kWh je m² Gebäudenutzfläche AN beträgt. Gleichzeitig muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust HT den in der Energieeinsparverordnung (EnEV) (Anh. 1, Tab. 1) angegebenen Höchstwert um mindestens 30 %.

KfW-Energiesparhaus 40

Voraussetzung für eine Förderung als KfW-Energiesparhaus 40 ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf QP nicht mehr als 40 kWh je m² Gebäudenutzfläche AN beträgt. Gleichzeitig muss der auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche des Gebäudes bezogene spezifische Transmissionswärmeverlust HT den in der Energieeinsparverordnung (EnEV) (Anh. 1, Tab. 1) angegebenen Höchstwert um mindestens 45 %.

KfW-Passivhaus

Voraussetzung für eine Förderung als KfW-Passivhaus ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf QP nicht mehr als 40 kWh je m² Gebäudenutzfläche AN und der Jahres-Heizwärmebedarf Qh nicht mehr als 15 kWh je m² Wohnfläche betragen.